Neue Anwendungsmöglichkeiten der Fördertechnik erfordern vom Ingenieur viel Know-how

Nicht ganz unberechtigt ist das Klagen und Murren darüber, dass die Arbeiter immer mehr von Maschinen verdrängt werden. Technologische Möglichkeiten haben in der herstellenden Industrie die menschliche Arbeitskraft bereits in vielen Bereichen übertroffen und abgelöst. Was früher eine Handvoll fähiger Mitarbeiter brauchte, besorgen heute immer öfter entsprechende Maschinen, die oftmals von nur einer Person bedient werden müssen. An dieser Entwicklung mag man sich vielleicht stören,

gar selbst davon betroffen sein. Aber wenn man ehrlich ist, durchzieht dieser Wandel die gesamte Gesellschaft. Haben wir nicht alle das mp3 Format und unsere Ipods schätzen gelernt? So praktisch, so kompakt, so kostengünstig …... alles auf Kosten der Musikindustrie. Die Konsumenten sehen ihren individuellen Vorteil, nehmen ihn wahr und woanders macht das Probleme. Verhalten sie sich in diesem Moment anders als der Großindustrielle, der seinen Vorteil abwägt, wenn er eine Maschine anschafft, um einen Teilbereich seiner produktiven Kapazitäten zu verbessern? Im Grunde nicht …... anhand dieses Beispiels sieht man aber sehr schön, wie selektiv die Wahrnehmung bisweilen abläuft. Und nicht nur das. Auch die Eigenschaft des Menschen, eher das Negative rauszukehren, tritt dabei offen zu Tage. Doch jeder Wandel bietet eine Chance.

Qualifizierung als Schlüssel
Es mag zwar sein, dass eine Maschine fünf Arbeiter ersetzt. Aber muss diese Maschine nicht auch bedient werden? Und muss sie ehedem nicht auch selbst erst einmal von findigen Ingenieuren hergestellt werden? Muss sie nicht gepflegt und gewartet und ggf. auch mal repariert werden? Muss sie nicht zunächst geprüft und als zweckdienlich und sicher verifiziert werden (bspw. vom TÜV oder einer vergleichbaren Einrichtung)? Und muss diese Maschine selbst nicht auch irgendwann von Grund auf erneuert, modernisiert bzw. ersetzt werden, womit sich all das soeben Genannte abermals in Gang setzt? Man sieht: Arbeit ist immer da! Die Zielsetzungen verschieben sich lediglich. Und mit ihnen die Qualifikationen, die notwendig sind, um sich dem anzupassen.

Dass einem langjährigen, möglicherweise über 50 Jahre altem Mitarbeiter eine Anpassung an neue Umstände schwerer fällt, mag zwar so sein. Aber deswegen bleibt doch die Welt nicht stehen! Außerdem muss man auch die Chance begreifen, die neuen Erfordernissen innewohnt. Nämlich das man sich selbst neue Reize setzen muss und den Trott des Alltags nicht als Privileg sondern als Hürde begreift! Nur der konditionierte Geist klammert sich angsterfüllt daran, dass sich hoffentlich nie etwas verändern mag. Der kreative, wache (!) Geist hingegen bietet neuen Herausforderungen die Stirn!